Archive for the ‘Airbrush-Design’ Category

Schwachstelle Heckriemenrolle am KDS Innova 550 ausgemerzt

Sep
16

Hier noch nachgereicht eine Nahtod-Erfahrung mit meinem KDS Innova 550, die allerdings schon ein Weilchen her ist und vor dem fulminanten Einschlag beim Fly-Negative.de Forumstreff stattgefunden hat. Allerdings ist das Thema nach wie vor aktuell, Innova-Flieger daher aufgepasst.

Nach einem unspektatkulären Flug kam der Innova 550 mit merkwürdigen Geräuschen zur Landung rein. Konnte ich auf den ersten Blick nichts entdecken, brachte das Zerlegen daheim Licht ins Dunkle. Ich weiß nicht wie und warum, aber der Heckriemen hat bei einer der beiden Laufrollen die obere Führungslippe solange abgeschliffen, bis sie abscherte. Ohne Führung sprang der Heckriemen von der Rolle ab und schliff an deren Führung weiter.

Man sieht das ganze Dilemma rechts auf dem Bild. Die abgebrochene Lippe hängt auf der Rolle, man sieht sehr gut wie der Riemen weiter die Führung angenagt hat. Wie das Chassi von innen aussieht kann man sich denken, ein feiner Pelz Kunststoff schmückt jeden Winkel. Ein Wunder, dass der Riemen diese Tortur ausgehalten hat. Bis auf 2 Riefen war nichts zu erkennen, allerdings lief der Hauptrotor kaum noch nach.

KDS hat im Rahmen der aktuellen Produktpflege neue Heckriemenrollen V2 herausgebraucht, die nicht mehr aus Plastik, sondern als Aluminium gefertigt sind. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das damit noch einmal passiert, auf der anderen Seite verstehe ich aber auch nicht, dass der Riemen so exzessiv nach oben geflüchtet ist und sich durch die Lippe gefressen hat. Das kann ja auch nicht im Sinne des Erfinders sein!

KDS-Piloten sollten daher auf dieses Bauteil achten, ob ich jetzt die rühmliche Ausnahme mit Montags-Rollen bin vermag ich nicht zu sagen. Angesichts des moderaten Preises von 6,90 EUR (online bestellbar bei Thorsten vom Helishop-NRW) sollte man sich das Upgrade ruhig gönnen. Mit etwas Ruhe kann man die Rollen auch ohne Zerlegen des Helis austauschen, lediglich der Heckriemen muss für diese Aktion gelockert werden…

4. Helidays in Kleinenbroich

Sep
9

Kurz & knapp: ich habe was verpasst, leider gab es andere Pläne für dieses Wochenende. Den diversen Forenthreads nach zu urteilen müssen die 4. Helidays in Kleinenbroich -bei DEM Wetter erst recht- wieder ein Bombenevent gewesen sein. Und die kurze Demo der Polizeistaffel mit einer BK 117 macht schon im Video einiges her. Interessant wird es ab 0:50 …

 

Mein persönliches Highlight: Der Funnel bei 1:20 mit einer wie angenagelten Nase.

Flammende Hauben

Feb
20

Neues von der Airbrush-Front. Nach einigen Tests auf Papier bin ich heute das Thema Feuer auf Airbrush-Hauben angegangen. Abgesehen von einem kleinen Fauxpax auf der anderen Haubenseite bin ich mit dem Resultat sehr zufrieden.

Schmincke Schwarz für die Basis, Rotorange für die Flammenbasis, Weiß zum weiteren Modellieren der Flammen. Zwischendurch wurden insgesamt 3 Lagen Candy-Lack Orange aufgebracht, um den dreidimensionalen Effekt der Flammen hinzubekommen. Mit einer Schicht Klarlack schaut das Ergebnis schniecke aus, allerdings habe ich keinen 250er Rex mehr im Hangar, der das neue Kleid tragen könnte. 1 blanko GFK-Haube als Basis liegt hier noch, wer also etwas individuelles braucht, der kann sich melden ;)

Airbrush Einsteiger-Equipment Teil 2: Farben & Liniertape

Feb
4

Der zweite Teil des Setups fehlt noch: Farben, und Liniertape. Damit ist das Airbrush-Equipment dann komplett.

Bei den Farben habe ich aufgrund sehr guter Erfahrungen mit der “normalen” Acrylmalerei auf Schmincke-Farbe aus der Aerocolor-Serie zurückgegriffen. Die bislang günstigste Onlinequelle ist das Zeichencenter Ebeling, die die 28ml Flaschen zu 4,49 EUR im Shop haben. Wer mehr kauft, zahlt noch weniger. Die Farben decken gut, auch sonst kann ich nichts negatives über Schmincke berichten. Die auf den ersten Blick klein anmutenden Farbflaschen sind recht ergiebig, reicht doch in der Regel der Inhalt der in den Deckel integrierten Pipette, um lange genug zu brushen. Wichtig ist, dass die Farben wasserlöslich sind und keinerlei Lösungsmittel benötigt werden, um die Gun zu reinigen. Nur Kontakt mit den eigenen Klamotten sollte tunlichst vermieden werden, da man Acrylfarben nur sehr schlecht (gar überhaupt nicht?) rausbekommt.

Nach dem Durchgang mit der Gun reicht es, a) übrig gebliebene Farbe auszukippen, b) die Gun leerzusprühen und zu guter Letzt c) 2, 3x mit klarem Wasser durchzupusten. Nächste Charge Farbe in den seitlich angebrachten Top und weiter geht’s.

LiniertapeUm Bereiche auf den Hauben sauber abzutrennen, verwendet man Liniertape. Ich habe mich für die 3mm und 6mm Varianten von FineLine entschieden, wobei man die 6mm im Nachhinein eigentlich vergessen kann; bei den 250er Hauben sind viel mehr 1,5mm angebracht. 6mm sind schon recht grob…

Der Vorteil dieses Tapes ist, dass es sauber um Ecken/Kurven geklebt werden kann, was beispielsweise mit Krepp nicht funktioniert. Hinweis: kauft bitte KEIN Kreativkrepp von Tesa, das angeblich auch ganz toll um Ecken zu kleben sein soll. Völliger Mist, vor allem auf den GFK-Hauben fällt das Krepp nach dem Kleben von alleine wieder ab – rausgeschmissenes Geld also.

Neben dem Linetape verwende ich zudem Maskierfilm von Hansa, mit Hilfe dessen ich die Racingflags auf den beiden bislang gebrushten Hauben realisiert habe. Bevor ich erkläre, wie DAS funktioniert, hier zwei YouTube Kanal-Empfehlungen, auf denen ihr viel über Airbrush Tipps & Tricks lernt: zum einen haben wir TonyD von Airbrushtricks.com. Er präsentiert viele Kniffe rund um den Umgang mit Airbrush-Gun, Farben und Stencils (Schablonen). Zum anderen gibt es da noch Ed Hubbs mit ebenfalls vielen guten Videos, so auch ein dreiteiliges Tutorial zum Brushen der geschwungenen Zielflagge inkl. Schatteneffekt. Wenn man diese beiden Kanäle hoch- und runtergeschaut hat, fallen einem viele Dinge einfach. Mein erstes “Feuer” war nach den Videos von Tony wirklich gut gelungen.

Airbrush Einsteiger-Equipment Teil 1: Kompressor, Gun, Atemschutz

Dez
20

Angekündigt war es ja schon länger, jetzt habe ich endlich etwas mehr Zeit, um zum Thema zu schreiben. Mit Dirk´s erstem Post in der Bastelwerkstattecke des Fly-Negative.de brach das Airbrushfieber aus, seine ersten Ergebnisse waren – insbesondere als Einsteiger – einfach zu genial. Da ich selber das ein oder andere in Acryl gemalt hatte, lag der Sprung zum Airbrush recht nahe. Die ersten Überlegungen, einen Airbrush-Einsteigerkurs bei einer Künstlerin hier im Bergischen zu machen, habe ich schnell verworfen. 240 EUR, 8 Abende, inkl. Material & Verpflegung. Und dann? Macht´s Spaß und Markus darf wieder investieren :? Also stellt sich die Frage: mit welchem Einsteiger-Equipment beginne ich, um RC-Heli Hauben zu Airbrushen…

Ein Anruf von Heiko inkl. diverser eBay-Links haben mich schnell auf Kurs gebracht, denn der Einstieg in das Brushen muss nicht teuer sein. Ist zumindest eine Erfahrung, die ich sammeln durfte. In diesem Post geht es um den Kompressor, die Airbrush-Gun und den (zumindest für mich) obligatorischen Gesundheitsschutz. Alles in allem hat mich mein Einstiegsequipment keine 200,- EUR gekostet, das ist weniger als der Kurs gekostet hätte. Für den Fall, dass es ein Reinfall gewesen wäre, hätte man das Set einfach wieder verkauft. Selbst mit einem miserablen Wiederverkaufspreis günstiger als der Einsteigerkurs…

Der größte Kostenfaktor ist der Kompressor. Airbrusherei kann günstig mit Druckluft aus Dosen, oder wesentlich effektiver mit Kompressoren betrieben werden. Die Dose verliert nach und nach an Druck, so dass das Sprühergebnis schlechter wird. Der Kompressor, wenn er denn über einen anständig konzipierten Druckbehälter verfügt, kommt immer mit konstantem Druck daher. Ich habe mein gesamtes Equipment bei Media Discount Süd via eBay bezogen und es nicht bereut. Schnelle Abwicklung, schneller Versand, sehr gute Nachbetreuung via E-Mail, unauffälliger Austausch meiner deffekten Gun nach 2 Wochen.

Aber zum Kompressor: bei mir werkelt der Berlan Bakt25, ein kompaktes, ölfreies Gerät mit Druckbehälter, Manometer, frei einstellbarem Luftdruck, Wasserabscheider. Der Kompressor ist sehr leise, das Tuckern ist dezenter als eine Senseo Kaffeemaschine (sorry, habe gerade keinen besseren Vergleich). Einmal auf Druck gebracht, kann ich ca. 20 Sekunden am Stück brushen, bevor er wieder anspringt und den Druckbehälter nachfüllt. Der Sprühdruck bleibt dabei absolut konstant. Nun fehlt mir jeglicher Vergleich zu Profimaterial, ich habe aber das Gefühl, hier etwas absolut seinen-Preis-wertes stehen zu haben, das mich nicht im Stich lässt und mich beim Arbeiten nicht behindert. Preis: 99,99 EUR. Benötigt wird zusätzlich noch der passende Druckschlauch zu 4,79 EUR. Die 3 Meter haben sich für meinen Zweck als zu lang herausgestellt, da ich den Kompressor direkt neben mir auf dem Arbeitsplatz stehen habe.

Bei der Gun war ich sehr kritisch: lapidare 13,50 EUR, das kann doch nichts sein. Die Berlan BAPS100 liegt jedoch wider Erwartens gut in der Hand, lässt sich zum Reinigen einfach zerlegen und verrichtet mit meinen Farben einen guten Job. Sie spuckt nicht, frozzelt nicht, verstopft nicht, hat ein gutes Sprühbild. Während einer Reinigung ist mir eine kleine Schraubfassung abgebrochen, was durch Media Discount aber sofort umgetauscht wurde. Habe mir direkt eine Zweite gekauft, damit ich bei der Arbeit mit mehreren Farben nicht bei jedem Farbwechsel zur Reinigung verdammt bin. Seit dem Umtausch ist alles bestens, ich kann die Gun zum Einstieg guten Gewissens empfehlen.

Ich verwende ausschließlich lösungsmittelfreie Acrylfarben auf Wasserbasis, die ungiftig sind. Trotzdem verwende ich einen Atemschutz, da ich mit meinem Asthma nicht mehr provozieren will. Nach längerem Suchen fiel meine Wahl auf die 3M 6002 Halbmaske A2P2. Für eine handvoll Euro habe ich mich zuerst dazu hinreissen lassen, einen Stoffmundschutz zu bestellen – totaler Mist. Die 3M macht da schon einen ganz anderen Eindruck, ist natürlich dafür etwas bulliger. Das Atmen fällt sehr leicht, großartig Schwitzen tut man auch nicht, und angenehm zu tragen ist sie obendrein. Die Aktivkohlefilter lassen sich rasch wechseln, so dass man sicher sein kann, dass die Farbe nur dort landet wo sie hingehört. Unter dem Stichwort “Sicheres Gefühl beim Arbeiten” verbuchen wir also noch einmal 30,- EUR inkl. Versand.

Nach aktuellem Stand liegen wir bei 150,- EUR für eine ordentliche Airbrush-Basisausrüstung, die kein Billigschrott ist und einen guten Job verrichtet. Was fehlt noch? Farbe! Für das Design von Hauben zusätzlich Maskierband. Aber dazu später mehr…