Langzeiterfahrung Turnigy 4030-880

Apr
28

Ich nutze eine Rückfrage zu meinen Erfahrungen mit dem Turnigymotor 4030-880 und melde mich hiermit zurück! Ja, ich lebe noch. Der nicht enden wollende Winter 2012/2013 und eine extrem hartnäckige Langzeit-Erkältung hat meinen Saisonstart 2013 arg nach hinten verschoben. Aber ich kann’s noch :) Ich sehe also zu, hier wieder Leben reinzubringen. Let’s go…

Christian fragt in meinem Blogpost “Turnigy T600 4030-880 im KDS Innova 550-600″: “Wie sind denn die Langzeiterfahrungen mit dem Motor?”. Markus antwortet: durchweg gut. Mit Blick auf meine Logs bei VolleAkkus.de hat der KDS-Stretch mindestens 150 Flüge mit diesem Motor runter. Der Turnigy 4030-880 verrichtet seinen Dienst nach wie vor sehr gut, es gibt keine Auffälligkeiten. Die Kugellager fallen ebenfalls nicht durch einen rauhen Lauf oder sichtbare Schäden auf, hier ist alles unauffällig. Nach meinem üblichen Flugpensum von 3-5 Lipos am Stück ist dieser Brushless-Motor lediglich “sehr warm”, nicht heiß und problemlos anfassbar, meine Erfahrungen mit dem Turnigy sind also durchweg positiv. Hobbyking hat den 4030-880 in der EU momentan auch auf Lager: für 74 US$ -das sind knapp über 60 EUR inkl. Versand-  bekommt man also anständige Leistung für’s Geld. Wenn Du noch mehr Fragen hast: her damit …

Das war die Saison 2012

Dez
3

Wenn ich mir die anderen Seiten im Blogroll (und erst recht meine…) so ansehe, dann darf die Saison 2012 durchaus als geschlossen gemeldet werden. Immer weniger Posts in immer größeren Abständen zeugen von Wind, Regen & Hobbykeller. Das miese Wetter der letzten Wochen verwandelt meinen Flugplatz regelmäßig in einen vermatschten Feldweg, der einem jegwedes Parken -und gar Fliegen- sehr schnell vermiest. Somit stehen die beiden KDS seit 6 Wochen arbeitslos herum, so dass ich die Lipos diese Woche winterfest machen werde.

Hier geht es über die kalte Jahreszeit an der Quadrocopter-Front weiter. Mittlerweile ist mein FPV-Projekt mehrfach geflogen, es funktioniert sogar ganz gut, auch wenn der FPV-Einstieg mit einem Quadrocopter objektiv betrachtet nicht das Wahre ist. Über die aktuelle Experimentalplattform, die verwendeten Komponenten und das Fliegen an sich werde ich später eingehen. Geplante Themenschwerpunkte:

  1. Die verwendeten Komponenten: Kamera, Videosender, Antenne, Videoempfänger, Brille
  2. Zusammenspiel, Verkabelung, Aufbau
  3. Quadrocopter als Träger der FPV-Lösung
  4. Erstes Abheben: FPV-Fliegen mit dem Quadro
  5. Und jetzt?

Ansonsten bin ich mit diesem Jahr zufrieden. Die Trainingsziele stationäre Piroflips mit Wiederholungen sowie Rücken-Rückwärtshurricanes gegen den Uhrzeigersinn habe ich erreicht, an Bruch gab es auch schon Schlimmeres zu beklagen. Den Winter über werde ich mehr am FPV-Projekt arbeiten und mir weniger draußen die Finger abfrieren. Ich muss schon zugeben, dass der Drang, auch im Winter jedes Wochenende auf der Wiese zu stehen, deutlich nachgelassen hat. Aber genau dafür gibt es ja Winterprojekte: ablenken, bauen, und die schlimme Jahreszeit mit möglichst wenig Nebenwirkungen überstehen :)

Lange Lebensdauer der Turnigy 6S 5000mA

Okt
2

Happy Birthday to you! Mein erster Satz der 6S Hobbyking Turnigy Lipos hat vor kurzem seinen 100. Ladezyklus gefeiert. Exakt 103 Ladungen haben die Turnigy 6S 5000mA 25/35C Lipos laut VolleAkkus.de nun runter, gekauft wurde der Satz am 27. Juli 2010 und ich vermute, dass ich den ein oder anderen Zyklus durchaus vergessen habe zu loggen.

Bei den beiden Akkus hat der Druck zwar spürbar nachgelassen, dennoch liefern sie für 5 Minuten Herumturnen eine akzeptable Leistung – nur leicht gebläht sind sie nach einem solchen Flug handwarm. Der Zellendrift hält sich mit maximal 0,02 Volt absolut im Rahmen, die Spannung der Zellen liegt dann bei ca. 3.85. Geladen werden die Lipos stets mit maximal 1,2C (6 Ampere Ladestrom), was zusätzlich zum guten Allgemeinzustand der Zellen beiträgt.

Die zumindest vom Aufdruck her gleichwertigen Zippys haben bei demselbem Preis nur ein Viertel dieser Lebensdauer erreicht! Ob die aktuell bei Hobbyking bezogenen Lipos von Turnigy genauso alt werden bezweifle ich jedoch, das Qualitätsniveau lässt nach eigener Erfahrungen (und auch der der Forenstimmen) stetig nach.

Kurzzeit-Test: Erfahrung mit dem TDT Flybarless-Kopf am KDS Innova 550

Sep
22

KDS hat schon vor ein paar Wochen diverse Upgrades für die Innova-Serie veröffentlicht. Da mein KDS Innova 550 eine Generalüberholung dringend nötig hatte, habe ich die Chance genutzt und den Rotorkopf auf die V2-Variante umgebaut. Bei KDS läuft dieser unter der Bezeichnung “TDT”.

Einen nennenswerten Unterschied gab es bei KDS mit Blick auf die Mechnik bislang nie. Der Hersteller lieferte in seinen Baukästen 1 Zentralstück aus – wer keine Paddel wollte, der ließ diese Steuerebene einfach beim Aufbau weg. Das Ergebnis: eine sagen wir “zweckmäßige” Optik mit unnötig hoch über der Mechanik tronenden Rotorkreisfläche. Da blutet einem das Herz, sind Flybarlessköpfe doch normalerweise sehr schlank und simpel aufgebaut. Hier links das Bild meines Innova 550-600, man sieht anschaulich den gestreckten Bau des Zentralstücks, die große Durchführung für eine nicht-vorhandene Paddelstange, den separaten Taumelscheiben-Mitnehmer. Schön ist anders – bis jetzt!

Unter dem Namen TDT hat KDS nun einen paddellosen Rotorkopf auf den Markt gebracht, der dem Prinzip von Align (“DFC”, alle neueren Modelle) und Compass (z.B. am 7HV) folgt und ganz ohne Taumelscheibenmitnehmer auskommt.  Das sorgt für eine noch aufgeräumtere Optik und einen simpleren mechanischen Aufbau des gesamten Rotorkopfes.

Konstruktionstechnisch scheint diese Lösung allerdings anspruchsvoll zu sein, Align musste im Frühjahr die 700er Rotorköpfe überarbeiten und war gezwungen, ein Securitybulletin herauszugeben. Im Kern des Problems dreht sich alles um die mechanische Belastung der Anlenkgestänge, die nun gleichzeitig Mitnehmeraufgaben übernehmen. Das Problem wurde gelöst, hoffen wir alle, dass sich auch KDS Gedanken bei seiner Arbeit gemacht hat…

Für den Umbau eures Innova benötigt ihr die folgenden Teile:

  • Hauptrotorwelle 550-38-TDT
  • Zentralstück 550-7-TDT-TS
  • Blatthalter-Arme 550-4-TDT-TS
  • Anlenkung 550-73TS

Der Umbau schlägt mit etwas über 70 EUR zu Buche. Die neue Hauptrotorwelle holt den Kopf noch einmal einige Millimeter nach unten, die neuen Blatthalter-Arme sind nicht ganz so ausladend wie die der Flybar-Pendanten. Das Ergebnis des Umbaus seht ihr rechts: sehr aufgeräumt, niedrig liegender Kopf, einfacher geht es nicht.

Aufgrund der vielen Berichte insbesondere über Aligns DFC-Modelle (Compass hat meines Wissens nach als erster vorgelegt und KEINE Probleme gehabt) war ich beim Erstflug auf der Hut. Wenig Drehzahl, moderate Gangart, es hält alles. Mittlerweile habe ich knapp 20 Akkus runter und kaum mehr Skrupel gegenüber dieser Konstruktion. Der Kopf hält, es gibt keine Boomstrikes, und der optische Eindruck gegenüber des Originals ist es wirklich wert. Seht selbst:

Mein KDS Innova 550-600 muss noch einige Zeit mit den Standard-Komponenten fliegen, da ich hier erst noch ein Ersatzteillager aufzubrauchen habe. Sobald meine Hauptrotorwellen der V1-Baureihe weg sind, kommt TDT auch an den zweiten KDS im Hangar.

Zwei Punkte, die ich nicht gut gelungen finde: oben erkennt man die extrem hoch bauende Taumelscheiben-Verdrehsicherung aus Plastik. Die schrammt nur wenige Millimeter unter den Blatthaltern entlang – grausam. Hoffentlich gibt es hier bald eine angepasste CFK-Variante. Desweiteren gefällt mir der Aufbau der Anlenkung nicht 100%ig. Zwischen Kugelpfanne und Anlenkung wird ein Verbinder aus Alu angebracht, der mit Loctite gesichert in die Anlenkung geschraubt wird und am anderen Ende die Kugelpfanne aufnimmt. Wahlweise hat man einen 2er Maulschlüssel (nicht ich…) oder man geht mit einer Zange an die Sache ran. Bei DER wiederum fehlt jegwedes Gefühl, mit wieviel Kraft das Element angezogen wird. Eine fest integrierten Gewindestange wäre das alles einfacher…

Schwachstelle Heckriemenrolle am KDS Innova 550 ausgemerzt

Sep
16

Hier noch nachgereicht eine Nahtod-Erfahrung mit meinem KDS Innova 550, die allerdings schon ein Weilchen her ist und vor dem fulminanten Einschlag beim Fly-Negative.de Forumstreff stattgefunden hat. Allerdings ist das Thema nach wie vor aktuell, Innova-Flieger daher aufgepasst.

Nach einem unspektatkulären Flug kam der Innova 550 mit merkwürdigen Geräuschen zur Landung rein. Konnte ich auf den ersten Blick nichts entdecken, brachte das Zerlegen daheim Licht ins Dunkle. Ich weiß nicht wie und warum, aber der Heckriemen hat bei einer der beiden Laufrollen die obere Führungslippe solange abgeschliffen, bis sie abscherte. Ohne Führung sprang der Heckriemen von der Rolle ab und schliff an deren Führung weiter.

Man sieht das ganze Dilemma rechts auf dem Bild. Die abgebrochene Lippe hängt auf der Rolle, man sieht sehr gut wie der Riemen weiter die Führung angenagt hat. Wie das Chassi von innen aussieht kann man sich denken, ein feiner Pelz Kunststoff schmückt jeden Winkel. Ein Wunder, dass der Riemen diese Tortur ausgehalten hat. Bis auf 2 Riefen war nichts zu erkennen, allerdings lief der Hauptrotor kaum noch nach.

KDS hat im Rahmen der aktuellen Produktpflege neue Heckriemenrollen V2 herausgebraucht, die nicht mehr aus Plastik, sondern als Aluminium gefertigt sind. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das damit noch einmal passiert, auf der anderen Seite verstehe ich aber auch nicht, dass der Riemen so exzessiv nach oben geflüchtet ist und sich durch die Lippe gefressen hat. Das kann ja auch nicht im Sinne des Erfinders sein!

KDS-Piloten sollten daher auf dieses Bauteil achten, ob ich jetzt die rühmliche Ausnahme mit Montags-Rollen bin vermag ich nicht zu sagen. Angesichts des moderaten Preises von 6,90 EUR (online bestellbar bei Thorsten vom Helishop-NRW) sollte man sich das Upgrade ruhig gönnen. Mit etwas Ruhe kann man die Rollen auch ohne Zerlegen des Helis austauschen, lediglich der Heckriemen muss für diese Aktion gelockert werden…